SPD Meitingen zum Thema Stromtrasse Süd-Ost

Veröffentlicht am 11.07.2015 in Kommunalpolitik
 

 

Meitingen im Juli 2015

Sehr geehrte Leserin,

Sehr geehrter Leser,

die CSU-Regierung sieht es als ihren Erfolg an, dass die HGÜ-Leitung nun unterirdisch und nicht als Endpunkt Meitingen gebaut wird.

Dies ist so nicht ganz richtig!

Wir als SPD Meitingen haben uns von Anfang an für eine Verlegung des Konverter-Endpunkts nach Gundremmingen ausgesprochen, zu einem Zeitpunkt, als Herr Seehofer noch wie ein Fähnchen im Wind wehte!

Auf dem unten anhängenden Leserbrief vom Februar 2014 sehen Sie unsere eindeutige Stellungnahme dazu,

die leider von der AZ nicht in dieser Form veröffentlicht wurde.

Vielen Dank!

Ihre SPD Meitingen

....

Die SPD Meitingen hat bereits in ihrem Kommunalwahlprogramm eine klare Position zur Sicherung der Energieversorgung in der Region und der ortsansässigen Industrie eingenommen. Allen Befürwortern der Energiewende sollte bewusst sein, dass mit dieser eine Neuausrichtung der bisher bestehenden Leitungsnetze und der Standorte der Energieerzeugung verbunden ist. Sofern dafür die Umverteilung von Strom aus dem Norden bzw. Osten nach Bayern und Meitingen notwendig ist, wird dieses grundsätzlich befürwortet.

In mehreren Bürgerveranstaltungen in den Meitinger Ortsteilen und an Infoständen wurde unser Standpunkt zu diesem Thema dargelegt und mit den Bürgern dazu sachlich diskutiert.

Wer nun heute beklagt, dass außer den Freien Wählern keine Partei zu diesem Thema Stellung genommen hat, der hat es leider versäumt, unsere vielfältigen öffentlichen Gesprächsangebote anzunehmen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung mit der SPD Fraktion im Kreistag und in einer eigenen Presseerklärung vom 13.02.2014, welche jedoch zugunsten einer ausführlichen Äußerung des Herrn Mehring nur extrem verkürzt in der Augsburger Allgemeinen wiedergegeben wurde, haben wir unseren Standpunkt zu diesem Thema deutlich gemacht.

Aber trotz aller Einsicht in die Notwendigkeit einer sicheren Energieversorgung, sehen wir als SPD Meitingen keinen Sinn in der Festlegung, dass die HGÜ-Trasse zwingend in Meitingen enden muß.

Meitingen hat keinen Platz für einen Konverter, der am Endpunkt der HGÜ-Leitung den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt.

Durch die Abschaltung des AKW in Gundremmingen werden dort bzw. im Umspannwerk Gundelfingen die Kapazitäten für die Einspeisung in das vorhandene Netz frei. Der von der Bundesnetzagentur vorgegebene elypsenförmige Korridor für die geplante HGÜ-Leitung mit dem Endpunkt Meitingen berücksichtigt diese Alternative nicht. Wir fordern eine Ausweitung des Korridors in Richtung Westen und somit auch folgerichtig den Standort des Konverters bei Gundremmingen/Gundelfingen. Dazu muss der Netzentwicklungsplan entsprechend ergänzt und der Bundesnetzplan geändert werden

Die SPD-Meitingen stellt sich gern den Fragen in dieser Diskussion und steht für eine sachliche Aufklärung. Ein Verstecken oder Lamentieren, wie es von Herrn Magg vorgeworfen wird, gibt es von uns nicht. Dieses wurde uns in vielfältigen Gesprächen mit Bürgern bereits bestätigt. Wir nutzen die Struktur der SPD als Bundespartei um uns konstruktiv bis in die Bundesebene in die Diskussion einzubringen. Eine bloße Ablehnung, wie von Herrn Mehring regelmäßig wiederholt, löst die komplexen Probleme der Energiewende nicht. Es ist leicht, alle Veränderungen abzulehnen, doch dann sollte man sich auch nicht wundern, wenn das AKW Gundremmingen oder andere Kraftwerke über das Jahr 2022 hinaus weiter betrieben werden muss, weil die Energieversorgung Bayern noch nicht gelöst und die Energiewende vollzogen ist. So sieht keine verantwortungsvolle Politik zum Wohle der Menschen in Bayern und in der Region aus.

Michael Zambelli Gat

Vorsitzender SPD Meitingen

 

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