Zuviel Lärm in Meitingen

Augsburger Allgemeine 14.12.2007

Meitingen l mm l

SPD-Bürgermeisterkandidat Matti Müller trifft sich mit lärmgeplagten Bürgern


Auf Vermittlung von SPD-Fraktionssprecher im Marktgemeinderat Werner Grimm traf sich SPD-Bürgermeisterkandidat Matti Müller zu einem Gespräch mit, im Lärmschutz engagierten Bürgern. Die Bahnlinie Augsburg-Donauwörth hat nach Auskunft des Sprechers der Bürgergruppe, Gerhard Kraus, seit Eröffnung der Schnellfahrstrecke München-Ingolstadt einen überproportionalen Zuwachs an, besonders lärmintensivem Güterverkehr verkraften müssen. Die Hauptbelastung des Altortes Meitingen westlich der Alten B2 geht jedoch, aufgrund der fehlenden Lärmschutzmaßnahmen und der sogn. Fächerwirkung des Schalls von der Umgehung der neuen B2 aus, so Erich Schuster, vormaliger Umweltbeauftragter der SGL und Gründungsmitglied der Bürgergruppe.

Auf die Frage des Jusos-Vorsitzenden, Rainer Bauch, ob denn Tempobeschränkungen zu einer Lärmreduzierung führen könnten, erklärte Gerhard Kraus, dass dies sicherlich etwas brächte, jedoch ohne Überwachung dieser Beschränkungen der Effekt gleich Null sei, da sich schon jetzt die Lkw`s nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten. Wie ein, auf den Antrag von Erich Schuster in einer zurückliegenden Bürgerversammlung beantragtes Gutachten ergeben habe, führte Arbeits- und Umweltmediziner Kraus weiter aus, könne mit einer Lärmschutzwand zwischen der bestehenden Wand an der Eisenbahnquerung und der Markter Brücke eine Lärmreduzierung zwischen einem und sechs dB A in Meitingen erreicht werden.

Die Marktgemeinderäte Ellen Blask und Werner Grimm sicherten der Bürgergruppe deren Unterstützung zu und kündigten einen Antrag zur Gemeinderatssitzung im Januar zur Behandlung des angesprochenen Gutachtens an. Bürgermeisterkandidat Matti Müller dankte den engagierten Bürgern für die zur Verfügung gestellten Informationen und strich die Verpflichtung der Kommune zum Schutz ihrer Bürger vor Gefahren für deren Gesundheit und Eigentum heraus. „Im Zweifel muss der Markt für seine Bürger auch mit rechtlichen Mitteln gegen den Verursacher dieser Miesere vorgehen. Meine Unterstützung, auch mit meinem juristischen Wissen, haben Sie!“, so Müller.   





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